Anthropologische Geschichtsschreibung: Das Böhmische Dorf in Berlin-Neukölln

Die hier nun vorliegende aktuelle Publikation Ewige Chronik – Vecná kronika. Das Böhmische Dorf in Berlin-Neukölln (Rixdorf) in Geschichte und Gegenwart ist das Lebenswerk von Manfred Motel (1942 – 2016 in Rixdorf). Mit dem Wissen über das Leben des Autors bekommt man auch einen Schlüssel zur Bedeutung seines Werkes, in dem Dorfgeschichte und Dorfarchitektur, Kirchengeschichte und religiöses Leben, Tradition und Dorfalltag mit dem Weltgeschehen verknüpft werden. Dieses Buch ist keine erweiterte Auflage der zuerst genannten Chroniken, es bietet neue umfassendere und vielschichtigere Informationen in Text und Bild. Die letzten dreißig Jahre der Dorfchronik sind gelebte und gleichzeitig geschriebene Dorfgeschichte von Manfred Motel in der Rolle eines Heimatforschers. Mit einem Vorwort von Franziska Giffey, Heinz Buschkowsky und Beate Klompmaker (Herausgeberin).

vor 1 Woche

Armando ist Tod / Armando is dood

in Kürze finden Sie hier ein bisher unveröffentlichtes Interview mit Armando zum Thema Tod und Erinnerungen. Ein Gespräch mit Armando …

vor 2 Wochen

Über das Morgen hinaus – Der Vorlass

Der in der Nähe von Paris lebende Schriftsteller Peter Handke (geb. 1942 in Kärnten) hat im Alter von 65 Jahren, seinen umfangreichen Vorlassbestand  an die Österreichische Nationalbibliothek verkauft. Auf Handkeonline[1], einer öffentlichen Forschungsplattformkann jeder seit unkompliziert und schnell auf Werkfassungen, Notizbücher, zahlreiche Abbildungen. Beispielhaft ist bei Handkes Vorlass die Vernetzung: Bestände aus verschiedenen öffentlichen Archiven und privaten Sammlungen werden auf dem Portal verzeichnet. Sie werden sogar aufeinander bezogen und inhaltlich beschrieben.
Die Schriftstellerin Susan Sonntag, 1933 in New York  geboren und dort 2004 verstorben, verkaufte zu Lebzeiten ihre Bibliothek an die Bibliothek der University of California. Nichtsdestotrotz stand ihr Sohn David Rieff nach ihrem Tod vor der Entscheidung, was mit ihren Tagebüchern[2] geschehen solle. Sonntag hatte sich bis zum Schluß nicht dazu geäußert…

vor 3 Wochen

Der Rote Fries in Le Bazacle –Toulouse

Thomas Huber – Der Rote Fries in Le Bazacle  

Aus rotem Ziegelstein gebaut liegt die ehemalige Mühle Bazacle am Ufer des Flusses Garonne im Herzen von Toulouse. Das L’Espace EDF Bazacle beherbergt heute einen temporären Ausstellungsraum sowie das Elektrizitätsmuseum samt Wasserkraftwerk. Während an diesem Ort im 13. und 14. Jahrhundert einst erste Aktien gehandelt wurden, so verhandelt der Künstler Thomas Huber hier während der Biennale Fragen der Kunst, des Bildes und der Malerei anhand von Bild und Text…

vor 2 Monaten

Grün stört – Essay auf dem MartaBlog, Museum Marta, Herford

Fritz Schwegler, bei dem Thomas Huber in den 1980er Jahren an der Kunstakademie Düsseldorf studiert hat, behauptete von sich, er könne seine Bilder singen – was er auch begleitet von Flöte und Tanz tat.

Wie bei Schwegler sind im Werk Hubers Person, Leben, Bild und Präsentationsform auf besondere Art und Weise miteinander verbunden. Hubers Bilder sind in einen Kanon von Kommentaren und Texten, Künstlerreden, sich selbst zitierenden Ausstellungen und Künstlerbüchern eingebettet. „Thomas Huber ist Magritte ohne Surrealismus“, sagte Jan Hoet…

vor 2 Monaten

Der Denkende Künstler

Der Künstler als poeta doctus, als gelehrten Künstler, steht im Mittelpunkt der Gespräche mit dem Philosophen Bazon Brock und dem Künstler Thomas Huber, dessen Markenzeichen die Künstlerrede ist. Zur Sprache kommen das Thema des Zeigens, der pädagogische Eros, Verkehrsleitsysteme und die Menschenwürde. Die Interviews  sind ein Versuch, dem Ursprung der künstlerischen Tätigkeit und dem Verhältnis von Bild und Wort, dem Verhältnis von Malen und  Denken, im Werk von Thomas Huber auf den Grund zu gehen …

vor 2 Monaten