Heine Bolks, einer von 6.000.000 (Sechsmillionen)

Am Sonntag, 8. März 1945 sind in den frühen Morgenstunden 49 Männer auf der Schießbahn des polizeilichen Durchgangslagers in Amersfoort in den Niederlanden erschossen worden, immer in achter Gruppen und einer neuner Gruppe.
Die Exikution war eine Vergeltungsmaßnahme wegen eines versuchten Anschlages auf den SS- und Polizeiführer der besetzten Niederlande Hanns Rauter.
Zwei Monate später endete der Krieg, die Männer wurden nach Kriegsende im Sandstreifen der Schießbahn gefunden und ausgegraben.
 
Auf diesem Exikutionsplatz fand dieses Jahr am 8. März 2020, 75 Jahre nach dem Tag der Ermordung, erstmals eine Erinnerungsveranstaltung für die 49 Männer statt. Dort habe ich dieses Video vom Himmels gemacht und erstmals die Namen der 49 Männer gehört, die im Film in den Himmel geschrieben stehen.
Zum Glück hat unser Vater, Großvater und Urgroßvater, Heine Bolks, der in Nordhorn, in Deutschland untertauchte und in den niederländischen Widerstand ging, bereits früh Kinder bekommen – sonst wären wir (alle) nicht da!
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Arrangement: Beate Klompmaker, 8. März 2020. Veröffentlicht am 8ten Mai 2020, 75 Jahre nach Kriegsende.
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Der Beitrag wurde in einem Online-Meeting am 6. Mai um 17.30 Uhr des Deutschen Künstlerbundes erstmals vorgestellt.

U.a. mit Beiträgen von: Nezaket Ekici, Marion Fabian (Gastkünstlerin), Katharina Karrenberg, Wolfram Kastner, Susanne Kessler, Michael Kress, Stefan Krüskemper und Justin Time. Ebenso in den „glänzenden Aktionstagen ‚der VIELEN’“, Kunstbeiträge zur Kunstfreiheit, Diversität, Tag der Befreiung, Ende des 2. Weltkrieges .

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Hinweisen möchte ich auch auf den akustische Stolperstein für Elli Smula. Arrangiert von Marion Fabian, 2020.

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vor 4 Wochen